Drucken

08 01 2018Im Kreis Soest gab es im Jahr 2017 120 Übergriffe und damit 14 (106) mehr als im Vorjahr. Der Trend bleibt auf gleichbleibenden Niveau. 2014 (97), 2015 (126), 2013 gab es mit 69 deutlich weniger Gewalt gegen Polizisten. Im Vergleich: Landesweit 8955 (2016) u. Deutschlandweit 71.000 Angriffe (2016) auf Polizisten. 2017 wird mit ähnliche Zahlen gerechnet. Als Problemklientel gelten überwiegend Männer zwischen 25 und 40 Jahren. Mehr als der Hälfte der Tatverdächtigen stehen unter Alkoholeinfluss.

Die Kolleginnen und Kollegen werden getreten, geschlagen, bespuckt und beleidigt. Der Respekt sinkt immer weiter. „Im Schnitt werde alle drei Tage ein Polizist im Kreis Soest angriffen. Er hoffe, dass der neugeschaffene Strafrechtsparagraph 114 StGB, der Gewalt gegen Polizisten bei einfachen Diensthandlungen unter Strafe stelle, Wirkung entfalte. In der Vergangenheit wurden Straftaten viel zu oft gegen Polizeibeamte bagatellisiert. Straftäter müssen spüren, dass Übergriffe auf Polizeibeamte hart sanktioniert werden“, so der GdP-Kreisvorsitzende Siegfried Pfenninger.

Nachbesserungsbedarf sieht die GdP nach wir vor bei der Ausrüstung mit modernen Schutzwesten und Elektroschockpistolen, die den Einsatz der Schusswaffe überflüssig machen könnten. Außerdem wird es Zeit, dass das landesweite Projekt zur Einführung von Bodycams endlich abgeschlossen wird. Positive Erfahrungen aus den anderen Bundesländern zeigen, dass dadurch Angriffe verhindert werden. „Insofern hätte ich für die Kolleginnen und Kollegen die Bodycams deshalb lieber gestern als übermorgen eingeführt“, sagte Pfenninger.